Hotel Burg Wernberg Im Wandel der Zeiten

Geschichte schreibt Geschichten


13. Jahrhundert Historische Zeichnung der einstigen Ritterburg, heute Burg Wernberg

1280 Erste urkundliche Erwähnung der Burg Wernberg. Konrad der Paulsdorfer erwirbt die Burg von zwei adeligen Luiginbergern.


1281 Die Burg geht in den Besitz des uralten und verwegenen Geschlechts der Familie Nothaft über. Ein Zweig dieser Rittersfamilie benennt sich später nach dem Ort Wernberg.


1284 Vorübergehend ist Burggraf Friedrich von Nürnberg stolzer Besitzer der Burg, die aber bald danach wieder an die Nothafts zurückfällt.



15. Jahrhundert Innenhof von Burg Wernberg, Wernberg-Köblitz, Bayern

1401 Heinrich Nothaft - inzwischen auch Heinrich der Reiche genannt - errichtet in der Feste eine Kapelle, die als St. Georg-Kapelle konsekriert wird.


1407 Heinrich Nothaft von Wernberg (Richter in Nabburg 1397-1434) erhält am 23. August von König Rupprecht das Halsgericht mit Stock und Galgen.


1430 Hussiteneinfälle in der Oberpfalz, die drei Jahre später mit Hilfe der Nothafts vernichtend geschlagen werden.



17. Jahrhundert Blick auf den Innenhof von Burg Wernberg, Bayern

1646 Am 1. November stirbt Max Adam als letzter Landgraf von Leuchtenberg. Böhmen zieht Wernberg als Lehen ein und gibt die Herrschaft dem Grafen Khevenhüller. Dieser verkauft die wieder hergerichtete Burg an den Kurfürsten Maximilian von Bayern.


1650 Maximilian von Bayern übergibt Burg Wernberg zusammen mit Leuchtenberg an seinen Sohn Max Philipp. Nach dessen Tod sollte Wernberg wieder an Bayern fallen, doch der Kaiser zieht sie ein und verleiht sie Graf Leopold von Lamberg.



19. Jahrhundert Burg Wernberg im 19. Jahrhundert

1803 Das Pflegamt wird aufgelöst und mit dem Landgericht Nabburg vereinigt. Aus der Burg wird eine Strafanstalt, was ihr nicht gut tut: Sie zerfällt.


1871 Der historische Verein der Oberpfalz entscheidet sich nach einer Anfrage der Regierung für den Erhalt von Burg Wernberg. Die Regierung zögert dennoch mit finanzieller Unterstützung.


1873 Am 28. April verkauft das bayerische Finanzministerium die Burg für 1000 Gulden an den Hauptmann von Peritzhoff. Er erhält die Auflage, die denkmalwürdigen Teile des Gebäudes zu erhalten.


1891 Am 20. Oktober übernimmt seine Witwe Amanda von Peritzhoff die Burg Wernberg.


1892 Am 21. November verkauft Amanda von Peritzhoff die Burg an den Privatier Hans Zapf aus Murnau.


1893 August Boshart, Major aus Brüssel, kauft die Burg und kann sie aus finanziellen Gründen nicht halten - es folgt die Zwangsversteigerung.


1894 Major a.D. und Gutsbesitzer Otto Freiherr von Brencken ist der neue Besitzer. Nach dessen Tod 1915 bleibt die Burg im Besitz der Witwe und der drei Töchter.